Jahrgang 2016

Allgemein

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Das Auf und Ab des 2016er Jahrgangs

Was für ein Jahrgang!!! Klimatisches Auf und Ab mit vielen Extremen.

Der Winter war nicht vorhanden, schon im Dezember 2015 war es gefühlt Frühling und so sollte es erst mal bleiben. Zu warm und vor allem zu trocken und Schnee gab es auch nicht. So konnten wir in aller Ruhe die Reben schneiden, was bei uns etwa 3-4 Monate Arbeit in Anspruch nimmt.

Das Frühjahr blieb zunächst so schön und der Austrieb erfolgte ganz normal im April. Auch unser Jungfeld konnten wir frühzeitig pflanzen. Anfang Mai wurde es dann nochmal sehr spannend, ein Frost wurde angekündigt und zu dieser Zeit sind Temperaturen knapp unter Null Grad schon sehr gefährlich für die jungen Knospen. Mit Minus 1 Grad Celsius war es ganz knapp vor der großen Katastrophe, nur sehr wenige Triebe wurden vom sogenannten Spätfrost heimgesucht und trieben nicht mehr aus.

Dann kam der Regen und Oberheimbach erlebte am 30.5. sowie zwei Wochen später eine Flutkatastrophe! Wir liegen auf etwa 130 Höhenmetern und sind umgeben von 4 kleinen Bächen (Frohnwiesbach, Breitwiesbach, Langwiesbach und Heiligkreuzbach) die alle in den Heimbach münden. Da die Erde schon vom Regen der letzten Tage gesättigt war, nahm diese kein Wasser mehr auf und die kleinen Bäche überfluteten innerhalb von 20 Minuten das Dorf. Nachdem mein Nachbar und ich an unserem Bach alles gesichert hatten, gingen wir in den Ortskern runter, wo mehrer Bäche zusammen fliesen. Hier war Chaos pur! Riesige Baumstämme und Geröll aus dem Wald wurden gegen eine Brücke gespült und verhinderten ein Abfließen. Hier wurden zwei Häuser komplett zerstört und weitere 6 vom Hochwasser heimgesucht, und das gleich zwei mal.
Auch im Weinberg gab es Probleme, so wurde bei unserem frisch gepfanztem Jungfeld an beiden Terminen die gute Muttererde weggespült und konnte nur teilweise mit viel Mühe wieder in den Weinberg gebracht werden. Ausserdem wurde die Peronospora (falscher Mehltau) stark gefördert und durch die Nässe konnten die Pflanzenschutzmaßnahmen nicht immer rechtzeigig erfolgen. Schlußendlich hatten wir aber noch Glück.

Ende des Sommers bis weit in den Oktober hatten wir dann Sonne satt und die Trauben konnten doch noch zu einem guten Jahrgang reifen.

Die Weine schmecken schon sehr früh, fruchtig und ausgewogen.

Sie können sich wie in den letzten Jahren von der guten Qualität am 1.Mai 2017 ein Bild davon machen, bei unserer Jungweinpräsentation auf dem Hof können sie den 2016er probieren.

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